Der indische GM Rameshbabu Praggnanandhaa gewann den Grand Chess Tour 2026. Im Finale in Saint Louis besiegte er Fabiano Caruana mit 15–13 — nach einem Rückstand von sechs Punkten zum Beginn des Entscheidungstags. Im Halbfinale hatte er Vincent Keymer 9:3 deklassiert.
Das Halbfinale gegen Keymer ging als die einseitigste Play-off-Serie der Tourgeschichte ein: 9:3 nach den Auftaktabschnitten, und der Deutsche, der ein Jahr zuvor im Freestyle alle besiegte, fand keine Antwort auf das Tempo des Indern. Caruana führte im Finale 12:6 mitten am zweiten Tag — und was folgte, nannten die Kommentatoren „das Comeback des Jahrzehnts".
Die Wende kam in der Blitzserie: Pragg gewann sechs Partien in Folge, jede in anderem Stil — positioneller Druck, taktischer Sturm, Endspieltechnik. Caruana räumte danach ein, er habe „einfach nicht mehr mitgehalten": Das Blitzformat verlangt eine andere Art von Konzentration als die Klassik.
Der Sieg machte Pragg zum ersten indischen Gesamtsieger des GCT und tilgte eine historische Ungerechtigkeit: Anand, der Tourfinals spielte, gewann nie eine ganze Saison. Die indische Presse brachte Leitartikel über „das Jahr, in dem Indien alles holte" — der GCT-Titel war der vierte große Pokal des Landes im Kalenderjahr.
Es ist der erste Gesamtsieg eines Indern in der Geschichte des GCT.
Endstand
| # | Spieler |
|---|---|
| 1 | Rameshbabu Praggnanandhaa (Indien) |
| 2 | Fabiano Caruana (USA) |
| 3–4 | Wesley So (USA), Vincent Keymer (Deutschland) |
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